
E-Auto wird zum Sparargument: Jeder Zweite plant den Umstieg
Der Elektroantrieb war lange vor allem ein Umwelt-Argument. Jetzt rückt ein anderer Grund in den Vordergrund: das Geld. Laut einer im Tages-Anzeiger zitierten GFS-Umfrage planen 50 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer, ihr nächstes Auto elektrisch zu kaufen. Ausschlaggebend sind gesunkene Anschaffungspreise und tiefe Betriebskosten.
Damit verschiebt sich die Wahrnehmung des E-Autos vom teuren Idealismus-Kauf zur wirtschaftlich rationalen Entscheidung. Für Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer, Pendler und Familien lohnt sich deshalb ein nüchterner Blick auf die tatsächlichen Mobilitätskosten – über den reinen Kaufpreis hinaus.
Vom Umwelt- zum Kostenargument
Die Umfrage signalisiert einen Stimmungswandel: Während früher ökologische Überlegungen den Ausschlag gaben, nennen heute viele Befragte schlicht den Preis. Zwei Entwicklungen treiben das laut der Quelle an:
- Die Anschaffungskosten für Elektroautos sind gesunken.
- Die laufenden Betriebskosten gelten als tiefer als bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen.
Strom statt Treibstoff, weniger Verschleissteile und tendenziell geringerer Wartungsaufwand – diese Faktoren summieren sich über die Nutzungsdauer. Entscheidend ist deshalb die sogenannte Total Cost of Ownership, also die Gesamtkosten über die gesamte Haltedauer, nicht der Listenpreis allein.
Warum die Gesamtkosten zählen – nicht der Kaufpreis
Wer ein Auto kauft, trägt mehr als nur den Anschaffungspreis: Versicherung, Service, Reifen, Strassenverkehrssteuer, Vignette und der Wertverlust kommen dazu. Gerade beim Elektroauto ist der Restwert noch schwer einzuschätzen, weil sich Technik und Modellangebot schnell entwickeln. Beim Kauf trägt der Halter dieses Restwertrisiko selbst, beim klassischen Leasing wird es in den Vertrag eingerechnet.
Genau hier setzt das Auto-Abo an: Es bündelt Versicherung, Service, Reifen, Steuern, Vignette und Zulassung in einem monatlichen Festpreis. Nur Strom oder Treibstoff zahlt man selbst. Was alles enthalten ist, erklärt die Übersicht zum Abo-Preis im Detail.
E-Auto ausprobieren, ohne sich langfristig zu binden
Wer mit dem Umstieg liebäugelt, muss nicht gleich ein Fahrzeug kaufen. Ein Auto-Abo erlaubt es, ein Elektroauto im Abo über einen überschaubaren Zeitraum zu fahren und im Alltag zu testen – inklusive Reichweite, Ladeverhalten und Komfort. So lässt sich herausfinden, ob die Technik zum eigenen Pendel- und Familienalltag passt, bevor man sich für viele Jahre festlegt.
Das ist besonders relevant, weil die Umfrage zwar eine klare Absicht zeigt, der konkrete Umstieg aber individuell vom Fahrprofil, von der Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz und vom verfügbaren Modell abhängt. Wer sich unsicher ist, kann zwischen verschiedenen Fahrzeugen wechseln, ohne ein Auto verkaufen oder einen langen Leasingvertrag auflösen zu müssen.
Was der Trend für die Schweizer Mobilität bedeutet
Wenn die Hälfte der Befragten den nächsten Wagen elektrisch plant, dürfte sich der Fahrzeugpark in den kommenden Jahren spürbar verändern. Für Konsumentinnen und Konsumenten heisst das vor allem: mehr Auswahl, sinkende Einstiegshürden und ein wachsendes Angebot an gebrauchten und neuen E-Modellen.
Gleichzeitig bleiben Fragen offen – etwa zur Ladeinfrastruktur, zum Wiederverkaufswert oder zur kantonal unterschiedlichen Strassenverkehrssteuer. Bei konkreten Fragen zu Zulassung und Vignette informieren das ASTRA und die kantonalen Strassenverkehrsämter. Wer den Umstieg flexibel angehen will, findet im Auto-Abo eine Möglichkeit, die Elektromobilität ohne Restwertsorge zu erleben.
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

